Die Feste des Herrn

 

 

 

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob ein Christ die Jüdischen Feste feiern sollte. Was sagt die Bibel dazu?

 

Hier gibt es allgemein unter vielen Gläubigen (Juden und Heiden) ein Missverständnis, dass diese Feste nur den Juden gegeben wurden. Obwohl es stimmt, dass der Herr zuerst mit Mose über die Feste sprach, wurden sie doch ‚die Feste des Herrn’ genannt (3. Mose 23,2) und nicht ‚die Feste der Juden’, wie viele vermutet haben. Auch Heidenchristen sollten mit diesen Festen vertraut sein, da sie Teil der Anweisungen im Wort Gottes sind. Außerdem enthalten sie kostbare Einblicke über ihren Messias, Jesus. Die eigentliche Frage geht um das ‚Müssen’ oder ‚Dürfen’  Heidenchristen stehen unter keinem Gesetz, dass sie diese Feste  feiern ‚müssen’ (Apostelgeschichte 15; Kolosser 2,16), aber sie ‚dürfen’ sie feiern, wenn sie möchten. Im Tausendjährigen Reich werden wir alle teilhaben an diesen göttlichen Feiern, warum sollten wir nicht schon jetzt damit vertraut werden?

 

 

 

Feste im Herbst

 

 

 

Die Herbstfeste beginnen mit dem Neujahrsfest, am 1. und 2. Tischri. Am 10. Tischri der Versöhnungstag und ab dem 15. Tischri das Laubhüttenfest, das mit dem Fest der Thora-Freude, in Israel am 22., in der Diaspora am 23. Tischri, endet

 

 

 

Rosh Hashana / Tag des Posaunenblasens (21. September bis 22.September 2017)

 

Einige Tage vor dem Laubhüttenfest ist der "Tag des Posaunenblasens", auf welchen später das jüdische Neujahr gelegt wurde. Hier blasen die Rabbiner ins Schofar, ein Instrument der Proklamation und des geistlichen Kampfes. In den Synagogen wird auf Gottes Befehl.Widderhorn geblasen, zur Erinnerung an den Widder , den Abraham an Isaaks Stelle opferte (was Gott von Abraham nicht verlangte, war er selbst bereit zu tun: seinen Sohn zu opfern), im Gehorsam gg das Wort der Schrift "Und der Herr redete mit Mose und sprach: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung". Dereinst wird das himmlische Schofar ertönen, wenn der Herr wiederkommt (1Thess 4,16).

 

Jom Kippur

 

Mit dem Neujahrsfest Rosch HaSchana beginnt eine 10-tägige Busszeit, die am Jom Kippur, dem Großen Versöhnungstag, am 10. Tischri (9. Oktober 2008) ihren Höhepunkt findet. Jom Kippur ist der höchste, strengste und heiligste aller jüdischen Festtage und wird nach biblischer Vorschrift mit ganztägigem Fasten begangen (3. Mose 16; 23, 27-32). Im Vordergrund steht die Versöhnung zwischen Mensch und Gott (3. Mose 23, 28), daneben aber auch die Reue und die Bitte um Vergebung für Vergehen im zwischenmenschlichen Bereich. Selbst viele Juden, die sonst nie zur Synagoge gehen, fasten und beten an diesem Tag..

 

 

 

Sukkot das Laubhüttenfest

 

 

 

Von den drei Pilgerfesten - Pessach, Schawuot und Sukkot - ist Sukkot das Laubhüttenfest (14.- 21. Oktober 2008) das längste und das freudigste, es bildet den Höhepunkt im biblischen Jahresablauf. Es ist eine Feier der Dankbarkeit und des Lobpreises Gottes für die Ernte und für Seine Gegenwart unter Seinem Volk. Dieses Fest ist sogar prophetisch so bedeutsam, dass im zukünftigen Zeitalter des Königreichs alle Nationen an diesem letzten Fest im Jahresablauf teilnehmen werden.

 

 

 

Simchat Thora

 

Den Abschluss der Herbstfeste bildet das Thora-Freudenfest, das in Israel am 22. Tischri (13. Oktober 2017) und ausserhalb des Heiligen Landes am darauffolgenden Tag gefeiert wird. Es ist ein Fest aus Dankbarkeit für die Gabe der Thora, der fünf Bücher Mose.
An diesem Tag tanzen Juden mit Thora-Rollen auf den Strassen, und in den Synagogen wird der Jahreszyklus der Thora-Lesungen mit den letzten Versen des 5. Mose-Buches abgeschlossen und sogleich mit dem Vortrag der ersten Verse aus dem 1. Buch Mose wieder aufgenommen - als Zeichen dafür, dass das Lesen der Thora niemals zu Ende ist.